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Wie gut hört Deutschland? Neue Zahlen zum Hörvermögen von Jung und Alt
Wie gut hört Deutschland? Neue Zahlen zum Hörvermögen von Jung und Alt. Infografik: FGH Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/25206 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH)"

Hannover (ots) - Im Rahmen der großen Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) ließen 23.264 Passanten ihr Gehör testen. Vier Hörmobile fuhren von März bis Oktober des letzten Jahres durch ganz Deutschland und machten bei 337 Einsätzen Halt in 293 Städten. Interessierte aller Altersgruppen hatten die Möglichkeit, eine kostenlose Überprüfung ihres Gehörs im schallgeminderten Messraum der Hörmobile von einem der FGH Hörexperten durchführen zu lassen. Anschließend wurden die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien anonym ausgewertet.

85% der über 60-Jährigen haben einen Hörverlust

Die ausgewerteten Hörtests liefern aktuelle und aussagekräftige Informationen über das Hörvermögen der Deutschen. Schon bei den Jugendlichen bis 20 Jahren weisen 12 Prozent der Testteilnehmer leichte bis erhebliche Hörminderungen auf, bei den 21 bis 40-Jährigen sind es bereits 26 Prozent. In der Gruppe der 41 bis 60-Jährigen haben mit 58 Prozent sogar mehr als die Hälfte der Teilnehmer eine Hörschwäche. In der Altersgruppe über 60 Jahre sind nur noch 15 Prozent gut hörend. Hier weisen 32 Prozent eine leichte, 35 Prozent eine mittlere und 18 Prozent eine erhebliche Hörminderung auf. Auffallend ist bei den über 60-Jährigen auch der enorme Hör-Unterschied zwischen Frauen und Männern. Bei den Frauen liegt der Anteil der unauffälligen Testergebnisse bei 17 Prozent, während bei den Männern dieser Altersklasse nur noch 11 Prozent gut hörend sind.

Hörprobleme treten nicht nur im Alter auf

Aus den Ergebnissen der Hörtests lassen sich zwei interessante Schlussfolgerungen ziehen: Zum einen sind Hörprobleme kein reines Altersphänomen. Schon in jungen Jahren verursacht besonders eine starke Lärmbelastung in Schule, Freizeit und Beruf bleibende Schäden im Innenohr. Aber auch Vererbung oder Stress kann hierbei eine wichtige Rolle spielen. Zum anderen zeigt dieser Test eindrucksvoll, wie hoch der Anteil der Menschen mit einer Hörminderung in der Über-60-Jährigen Gruppe ist. Nicht einmal ein Sechstel kann sich noch auf ein intaktes Gehör verlassen! Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung -immer mehr Menschen werden immer älter - ist der Handlungsbedarf hier groß: Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen und Möglichkeiten einer professionellen Hörgeräteversorgung sind notwendig, um Hörvermögen, Kommunikationsfähigkeit und die Lebensqualität auch bis ins hohe Alter zu erhalten.

Vorsorge und Aufklärung - Hörtour wichtig wie nie

"Mit unseren Hörmobil-Aktionen konnten wir auch 2016 wieder außerordentlich viele Menschen in ganz Deutschland erreichen und für gutes Hören begeistern", freut sich FGH Geschäftsstellenleiter Christian Hastedt über den Erfolg der Hörtour 2016. Er betont dabei die Notwendigkeit des kostenlosen Hörtest-Angebots der FGH: "Die Hörtour als Aufklärungsmaßnahme für gutes Hören ist zu einer unentbehrlichen Institution der Gesundheitsvorsorge geworden, das zeigen uns die 23.264 Hörtestergebnisse ganz deutlich." Im Rahmen der Hörtour sind die vier FGH Hörmobile jedes Jahr in zahlreichen deutschen Städten zu Gast. Gemeinsam mit den Hörexperten der örtlichen FGH Partnerbetriebe informieren die mobilen Hörbotschafter rund um das Thema gutes Hören und bieten kostenlose Hörtests an. Diese Hörtests im FGH Hörmobil dienen einer ersten Einschätzung des eigenen Gehörs. Sie ersetzen aber nie den ausführlichen Hörtest beim Hörakustiker. Die FGH empfiehlt daher das Aufsuchen eines der rund 1500 Partnerakustiker in ganz Deutschland. Diese Akustiker decken das gesamte Leistungsspektrum ab: vom kostenlosen Hörtest über Auswahl, individuelle Anpassung und Programmierung geeigneter Hörgeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung. Die FGH Partner sind am gemeinsamen Symbol zu erkennen: am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter www.fgh-info.de

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: "FGH"

Pressekontakt:

Fördergemeinschaft Gutes Hören
Pressestelle
Königstraße 5
30175 Hannover
Telefon 0511 76333666
Fax 0511 76333667
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www.fgh-info.de
Original-Content von: Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH), übermittelt durch news aktuell