Anlässlich des bevorstehenden Maifeiertages macht Marko Dörre, Geschäftsführer der Forschungsinitiative Cannabiskonsum, folgenden Aufruf:

 

"Wissenschaftler, hört die Signale! Weltweit schreitet die Cannabisforschung rasant voran. Die Wirkungsweise von Tetrahydrocannabinol in seinen verschiedensten Konsumformen steht im Fokus von Gesellschaft und Politik. Auch der deutsche Gesetzgeber hat - nach langer Untätigkeit - im März 2017 eine umfangreiche Begleiterhebung zur Anwendung von Medizinalhanf vorgeschrieben. Gleichzeitig wird Cannabis hierzulande von mehreren Millionen Menschen in der Freizeit konsumiert, ohne weitere wissenschaftliche Erkenntnisse. Hier gilt es Licht ins Dunkel zu bringen. Ran an die Arbeit!"

Bereits im November 2016 wurde von der Forschungsinitiative Cannabiskonsum beim Bundesinistitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein Antrag auf Durchführung der "Wissenschaftlichen Studie zu Cannabisfolgen bei psychisch gesunden erwachsenen Konsumenten" gestellt. Im laufenden Antragsverfahren liegen über 2.500 Bewerbungen auf Studienteilnahme vor. Das BfArM wird im Sommer über eine Erlaubnis entscheiden.

Ferner teilt die Forschungsinitiative Cannabiskonsum mit, dass Prof. Dr. Dr. Schnell von der Medical School Hamburg (MSH) nach eineinhalb Jahren zu Ende April seine Tätigkeit als Forschungsleiter abschließt.

Marko Dörre, Geschäftsführer der Forschungsinitiative Cannabiskonsum:

"Im Dialog mit der MSH-Geschäftsführerin, Ilona Renken-Olthoff, wurde diese Woche deutlich, dass unsere "Berliner Cannabisstudie" in Hamburg nicht gut aufgehoben ist. Wir bedanken uns bei Professor Schnell für die erfolgreiche Zusammenarbeit, insbesondere die Erstellung eines umfangreichen Forschungsplans. Wir vertiefen nun unsere Gespräche mit weiteren Wissenschaftlern, die sich ernsthaft mit Cannabiskonsum auseinandersetzen. Dabei ist uns wichtig zu betonen, dass Forschung immer frei von sachfremder Einflussnahme sein sollte."

 

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