Pilotstudie belegt: Kunstbegegnungen helfen Menschen mit Demenz (FOTO)





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    Pilotstudie belegt: Kunstbegegnungen helfen Menschen mit Demenz
    Teilnehmer des Projektes ARTEMIS mit leichter bis mittelgradiger Demenz und ihre Angehörigen begegnen Kunstwerken im Frankfurter Städel Museum. Die Ergebnisse der ARTEMIS-Studie zeigen, dass sich das Wohlbefinden nach den Museumsbesuchen signifikant verbesserte. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/126316 / Die Verwendung dieses ...

    Frankfurt am Main (ots) - Städel Museum und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelten Vermittlungsangebot "ARTEMIS"

    Im Rahmen einer medizinischen Pilotstudie haben das Städel Museum und der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main seit Ende 2014 die therapeutischen Potenziale von interaktiven Auseinandersetzungen mit Kunst für Menschen mit Demenz untersucht. Nachdem die umfassenden Forschungsergebnisse die Wirksamkeit der Methodik und Praxis bestätigt haben, überführt das Städel das Angebot mit dem Titel ARTEMIS (ART Encounters: Museum Intervention Study) nun dauerhaft in sein breit gefächertes Vermittlungsprogramm. Es setzt sich zusammen aus einer einstündigen thematischen Führung und anschließender kreativer Arbeit mit verschiedenen künstlerischen Techniken im Atelier. Zu ARTEMIS können sich Paare anmelden, die aus einer Person mit leichter bis mittelgradiger Demenz und einem betreuenden Angehörigen bestehen.

    ARTEMIS war die erste umfassende wissenschaftliche Studie zur interaktiven Kunstvermittlung und den therapeutischen Potenzialen einer kunstbasierten psychosozialen Intervention bei Demenz im deutschsprachigen Raum. Das zweijährige Forschungsprojekt ging der Frage nach, welchen Beitrag regelmäßige Museumsbesuche und die Beschäftigung mit Kunst leisten können, um das emotionale Wohlbefinden und das Kommunikationsverhalten von Menschen mit leichter bis mittelgradiger Demenz zu steigern und die Beziehung zu ihren betreuenden Angehörigen zu verbessern.

    Die Studie

    Im Verlauf des Praxis-Forschungsprojekts ARTEMIS entstand ein niedrigschwelliges Vermittlungsangebot zur interaktiven Auseinandersetzung mit Kunst für Menschen mit Demenz und ihre betreuenden Angehörigen. Diese Kunstbegegnungen bestanden im ersten Teil aus einstündigen thematischen Kunstführungen durch speziell geschulte Kunstvermittler des Museums. Dabei ging es in erster Linie um Assoziationen und Emotionen der Teilnehmer im Rahmen eines interaktiven Dialogs. Die Themen der Führungen waren sehr vielfältig, z.B. "Frankfurt am Main", "Das menschliche Gesicht" oder "Die Farbe BLAU". Anschließend arbeiteten die Gruppen im zweiten Teil kreativ im Atelier. Das Besondere an ARTEMIS war die groß angelegte wissenschaftliche Begleitstudie, im Rahmen derer neben psychologischen Tests und standardisierten Fragebögen auch offene Interviewfragen und Videografie zum Einsatz kamen. Untersucht wurde der Einfluss von Museumsbesuchen und künstlerischer Betätigung auf das emotionale Wohlbefinden, das Kommunikationsverhalten und die Lebensqualität der Teilnehmer.Insgesamt gab es in der zweijährigen Projektzeit 13 ARTEMIS-Gruppen mit je sechs Museumsterminen im Städel und drei bis fünf Paaren pro Kleingruppe. Somit fanden 78 Kunstführungen und Atelier-Workshops mit insgesamt 96 Teilnehmern statt.

    Die Forschungsergebnisse

    Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich sowohl bei Menschen mit Demenz als auch bei den Angehörigen das Wohlbefinden nach den Museumsbesuchen signifikant verbesserte. Ähnliches gilt für die Selbsteinschätzung der Lebensqualität. Die stärksten Effekte zeigten sich bei Menschen mit Demenz in den Museumssitzungen, die biografisch angelegt waren (z.B. "Familie und Kinder" und "Frankfurt am Main") oder mehrere Sinnesebenen ansprachen (z.B. Malen zur Musik bei der Atelierarbeit zum Thema "Abstrakt"). Die betreuenden Angehörigen verspürten dagegen einen stärkeren Zugewinn an Wohlbefinden bei Kunstführungen, die insbesondere durch neue Erfahrungen und das Entdecken eigener kreativer Potenziale zur emotionalen Entlastung beitragen konnten. So waren die höchsten Effektstärken für die Begleitpersonen bei den Themen "Farbe BLAU" (Erstellung blauer Experimentalbilder), "Abstrakt" (Malen zur Musik) und "Portraits" (Modellieren mit Ton) zu verzeichnen.

    Mit Blick auf die Frage, welche Kunstbegegnungen bzw. welche Art der kreativen Gestaltung den Teilnehmern am meisten Spaß gemacht hat, äußerten Menschen mit Demenz bei der Kreativarbeit an biografisch relevanten ("Frankfurt am Main") und unterschiedliche Sinnesebenen ansprechenden Themen ("Abstrakt") besonders oft freudige Emotionen. Bei Sitzungen mit größerem Anteil an eigenständiger Arbeit (Modellieren mit Ton oder Erstellung einer Collage) ist den Angehörigen häufig aufgefallen, dass ihre Menschen mit Demenz länger ruhig sitzen blieben als sonst, entspannter wirkten und mehr Ruhe ausstrahlten.

    ARTEMIS

    Vermittlungsangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

    Ablauf: Einstündige thematische Führungen und anschließende einstündige kreative Arbeit mit verschiedenen künstlerischen Techniken im Atelier.

    Termine: Die nächsten Durchgänge starten am 31.5., 12.7., 23.8., 4.10. sowie 15.11.

    Turnus: Pro Durchgang drei Nachmittagstermine alle zwei Wochen.

    Gruppengröße: Max. sechs Paare (sechs Menschen mit Demenz plus ein/-e Angehörige/-r).

    Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

    Mit Unterstützung von: Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main

    Ausführlichere Informationen und Pressebilder zum Download: http://newsroom.staedelmuseum.de/de/themen/artemis

    Weitere Informationen zum Vermittlungsprogramm und zur Studie:

    Städel Museum: Paula Stuckatz, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
    Tel.:069-605098-268

    Institut für Allgemeinmedizin, Arbeitsbereich Altersmedizin,
    Goethe-Universität Frankfurt am Main: Dr. rer. nat. Valentina Tesky
    und Dipl.-Psych., M.A. Arthur Schall M. A.,
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!;
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
    Tel.: +49(0)69-6301-83621 und -7657

    Original-Content von: Städel Museum, übermittelt durch news aktuell

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